Andreias
Hios.f. Aviculus Pusio Interpr. Germ. a lib. off. Praef.
coh. IIII Vind.
a contubernalibus amiciisque suis salutem!
Winterwanderung
am 29.12.2001 |
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Trotz zweier Krankmeldungen in
letzter Minute traf sich zu diesem Ereignis bei
schönstem Winterwetter (permanenter Schneefall)
die bislang größte Zahl von Teilnehmern. Nie
zuvor konnte bislang die Schallgrenze von sechs
durchbrochen werden, gestern waren wir aber
sieben! |
| Pünktlich zur dritten Stunde
marschierten wir vom nur geringfügig verlegten
Wanderparkplatz bei Ober-Rosbach los, nachdem uns
Dionys der Bauchgrimme zuvor noch mit Kaffee und
dem neusten Kartenmaterial versorgt hatte (die
"neueste" Karte der Exploratoren war 23
Jahre alt naja, aber am Limes ändert sich
doch nix, oder?). |
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Steil
bergan stiegen wir (Optio Aurovir, M. Invidurus
Manticularius, Tviburi Marcomannus, Franciscus Ouscellius
Caupo und ich, sowie die Muliones sine Mulio Frisiacus
Volcer und Paulus Novellus) über die "Dicke
Eiche", um kurz vor dem Marienbild versehentlich und
verfrüht links abzubiegen. Der Weg war aber auch zu
schön. Tiefe Rinnen im Wald verführten bereits zur
Annahme, man hätte den Limes erreicht, allein die
endlich hinzugezogene Karte war anderer Meinung.
Mit einem
kleinen Umweg von etwa anderthalb Meilen erreichten wir
das ehemalige Lager des Numerus Nidensium, wo dem
mehrfachen Verlangen eines Einzelnen nach einer Rast
endlich entsprochen wurde. Einige der Teilnehmer hatten
klugerweise etwas eß- und trinkbares mitgebracht, andere
hatten glücklicherweise für den Appetit gesorgt, so
daß kurz vor Mittag einigermaßen gestärkt mit dem
Weitermarsch begonnen werden konnte.
| Dem Limes folgend galt es
jetzt, verschiedene kleine Quellbäche zu
überwinden, wobei nicht jeder gleich glücklich
trockenen Fußes das andere Ufer erreichte. Am
Ende der Strecke erwartete uns das Kleinkastell
Kaisergrube, dessen mächtiger überwachsener
Schutthügel beeindruckend aus dem tiefen Graben
aufragte. |
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Hier trennten
sich die Wege. Ein Stoßtrupp begab sich zum Turm
auf dem Gaulskopf, wo man die herrliche Aussicht
bewundern konnte, wenn man nur ohne zu fallen
über die Eisfläche in unmittelbarer Umgebung
des Turmes hinweg gelangt war. |
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Das Gros
umging zuerst das Kleinkastell, um sich alsdann,
den Spuren der Vorhut folgend, ebenfalls zum Turm
zu begeben.Der vielleicht etwas zu monumental
rekonstruierte Limesturm war schon beeindruckend.
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Leider ist
die einstmals vorhandene Tür entfernt worden, so daß
der sanitäre Zustand des Erdgeschosses bedenklich ist.
Eine Blechtonne am Eingang könnte von
Verlegenheits-Barbecues der GIs herrühren, die
hier nahe ihrem Depot bei der Kapersburg üben.
Bedenklich war auch die fehlende Scheibe der Dachluke,
durch die es leicht auf den Balkenbogen schneite. Früher
oder später wird sich das nachteilig auf die Stabilität
auswirken.
Dennoch kam spontan die
Frage auf, ob wir nicht einmal eine Nachmittagswanderung
auf der nunmehr bekannten Strecke zu einer Übernachtung
nutzen wollen. Allerdings selbstverständlich nur
während der warmen Jahreszeit!
| Der Abstieg zur
Wandergaststätte erwies sich als schwierig.
Unter dem frisch gefallenen Schnee befand sich
eine spiegelglatte Eisschicht, die selbst
Nagelschuhe vor nahezu unlösbare Aufgaben
stellte. Obzwar vom Hunger getrieben,
verhinderten die Bodenverhältnisse letztlich ein
Erreichen unserer Marschhöchstgeschwindigkeit. |
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Freundlicherweise wies stets
der eine den anderen darauf hin, die Glätte des
Weges nicht zu vergessen. Nur ein schräg
sitzender Schild störte etwas ...Bis hier war
uns kein menschliches Wesen begegnet.
Ein seine beiden Kinder beaufsichtigender Vater
bereitete uns schonend darauf vor, daß das nur
noch 200m entfernt liegende Gasthaus geschlossen
sein könnte. |
Offenkundig hatte hier die
Aufklärung kläglich versagt!!! Wie gut, daß
jeder noch einige Walnüsse und einen Tropfen
Kürbiswein zu sich nehmen konnte!
Der Rückweg ("das größere Drittel")
wurde so schnell als möglich bewältigt, wenn
auch nicht alle gleichzeitig durchs Ziel kamen. |
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Der immer
dichter fallende Schnee führte letztlich zum raschen
Aufbruch, der einige direkt dem heimischen Herd entgegen
eilen ließ, während die Mehrzahl im Hungerwahndie
gegrillte-Hackbratlinge-auf-weichem-Brötchen-Herberge im
nahen Friedberg aufsuchte.
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| Ein Abschlußbild wurde
aus Gründen der militärischen
Geheimhaltung (unserer
Erschöpfung!) abgelehnt. Mit
Sicherheit war diese insgesamt
gut 10 Meilen lange Wanderung bei
herrlichstem Winterwetter ein
Höhepunkt in unserem an solchen
nicht armen Itinerar. Mögen
weitere folgen! |
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Valete!
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