Die zeitgenössischen Abbildungen von römischen Soldaten auf der Trajanssäule in Rom legen nahe, dass zumindest in der Kunst klar zwischen Hilfstruppen in Kettenhemden und Legionären in Schienenpanzern unterschieden wurde. Die archäologischen Funde belegen diese strikte Trennung zwar nicht, aber im Rahmen einer einheitlichen Darstellung haben wir uns dazu entschieden, Kettenhemden zu tragen. Die Archäologie kennt eine ganze Reihe von Fragmenten solcher Ringpanzer, die ebenfalls keineswegs einheitlich waren, sondern auch in der Größe der Ringe, der Stärke des Materials, des "Webmusters" und der Verschlusstechnik der Ringe variierten. Während einfache Hemden nur aus zusammengebogenem draht bestanden, war zur römischen Zeit
vor allem eine Technik herausragend, bei der sich gestanzte geschlossene Ringe und vernietete Ringe abwechselten. Ein auf diese Weise gebautes Hemd bietet sogar einen gewissen Schutz gegen Pfeilbeschuss!
Unser Aktionsstand "Kettenhemdbau" zeigt die diversen Möglichkeiten zur Herstellung. Die Besucher erhalten eine Vorstellung vom Arbeitsaufwand und dem hohen Gewicht, das die römischen Soldaten am Körper tragen mussten.