Durch
keltische und germanische Auxiliareinheiten fanden die ursprünglich als
„weibisch“ verachteten Hosen (Bracae)
Eintritt in die Welt des Militärs. Einst eine Erfindung der
Reitervölker fanden später die im Norden stationierten Truppen
bald Gefallen an dem warmen Beinkleid, das nun als
feminalia bezeichnet
wurde.
Auf
der Trajanssäule werden Legionäre zwar noch ohne Hosen dargestellt,
aber zu Beginn des zweiten Jahrhunderts wird sich das Kleidungsstück
auch hier endgültig durchgesetzt haben. Abbildungen zeigen die Hosen
meist etwas über knielang. Als Material kommt sowohl Leder als auch
Wolle in Frage. Es gibt keinen Befund, der klare Details darüber
liefert, in welcher Form die Hosen im Bund geschlossen wurden. Lediglich
Originalstücke aus den nordeuropäischen Mooren, wie z.B. Thorsberg,
geben eine ungefähre Vorstellung darüber.