Beinbekleidung
Home Nach oben Am Limes Unser Verein Termine Bilder Impressum

Nach oben

 

Hosen

Durch keltische und germanische Auxiliareinheiten fanden die ursprünglich als „weibisch“ verachteten Hosen (Bracae)  Eintritt in die Welt des Militärs. Einst eine Erfindung der  Reitervölker fanden später die im Norden stationierten Truppen bald Gefallen an dem warmen Beinkleid, das nun als feminalia bezeichnet wurde.

 Auf der Trajanssäule werden Legionäre zwar noch ohne Hosen dargestellt, aber zu Beginn des zweiten Jahrhunderts wird sich das Kleidungsstück auch hier endgültig durchgesetzt haben. Abbildungen zeigen die Hosen meist etwas über knielang. Als Material kommt sowohl Leder als auch Wolle in Frage. Es gibt keinen Befund, der klare Details darüber liefert, in welcher Form die Hosen im Bund geschlossen wurden. Lediglich Originalstücke aus den nordeuropäischen Mooren, wie z.B. Thorsberg, geben eine ungefähre Vorstellung darüber.

 

Wadenwickel / Tibialia

Hinweise auf Socken finden sich in schriftlichen Zeugnissen aus Vindolanda und auf Bild-Reliefs. Socken für Kinder finden sich an Fundplätzen in England und Ägypten. Soweit ich mich erinnere, ging vor einiger Zeit auch eine Meldung durch die Presse, nach der in England eine Kaiserstatue mit Strümpfen entdeckt wurde. Immerhin war die Meldung der Bildzeitung "Skandal - Römer trugen Socken in Sandalen" (oder so ähnlich) recht einprägsam.

Einfache Wadenwickel  sind archäologisch nicht belegt, aber aufgrund der klimatischen Bedingungen anzunehmen. Diese Beinlinge entwickeln sich in der fränkischen Zeit zu einem festen Trachtbestandteil.